Wechseljahre des Mannes vergleichbar jenen der Frau gibt es beim Mann nicht.
Hingegen können ab dem 45. Lebensjahr Änderungen der männlichen
Sexualhormone, der Körperzusammensetzung (mehr Fettanteil, weniger Muskelmasse)
sowie anderer Stoffwechselvorgänge auftreten, die zu einer Beeinträchtigung
des Wohlbefindens im Alterungsprozess führen können. Die möglichen
Beschwerden beim Mann sind eine Verringerung der Leistungsfähigkeit,
Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Muskelschwäche,
Schlafstörungen, Knochenschmerzen, Probleme beim Wasserlassen,
Erektionsstörungen, Verringerung des Lustgefühles bis zur Depression,
Haarausfall, trockene und dünne Haut.
Hormonstörungen des alternden Mannes werden unter den Begriffen
PADAM, d.h.
partielles Androgendefizit des alternden Mannes zusammengefasst. Neben der langsamen
kontinuierlichen Verringerung der männlichen Sexualhormone können jedoch auch
chronische Erkrankungen oder langjährige Medikamenteneinnahme zu einer
wesentlichen Beeinträchtigung des Hormonhaushaltes führen.
Hormonelle Veränderungen lassen sich bei Männern ab dem 45. Lebensjahr
nachweisen, wobei lediglich 7% der 40-60-jährigen, 22% der 60-80-Jährigen und
33% der über 80-Jährigen eine deutliche Erniedrigung der Sexualhormone im Blut
haben, die eine Behandlung erfordern können.
Zur Beurteilung dieser Beschwerden sollte deshalb eine umfassende allgemein
körperliche und spezielle urologische Untersuchung unter Einschluss der
Hormonwerte erfolgen, da bei nachgewiesenem Hormonmangel eine Therapie mit
Sexualhormonen zu einer Verringerung der Beschwerden und
dadurch zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen kann. Ziel in der
Behandlung des alternden Mannes ist die Verbesserung der Beschwerden und
Lebensqualität sein, die alleinige Optimierung messbarer Blutparameter sollte nicht das angestrebte Ziel sein.
Wir beraten Sie bei etwaigen Fragen gerne - wenden Sie sich an
unsere mendoc
- Ambulanz für Männergesundheitsfragen.