Die Prostata, sog. Vorsteherdrüse,
liegt vor der Blase. Bei jedem Wasserlassen (Miktion) wird der Harn von
der Blase über die prostatische Harnröhre in die Harnröhre
weitergeleitet. Die Prostata wiegt beim jungen gesunden Mann ca. 15g.
Die
Hauptaufgaben der Vorsteherdrüse betreffen die Produktion des Ejakulates
und der männliche Sexualhormon-Stoffwechsel. Mit zunehmenden Alter kommt
es zu einer Vergrößerung der Prostata, wodurch Beschwerden beim
Wasserlassen auftreten können und manchmal die Blase nicht vollständig
entleert werden kann. Eine gutartige Veränderung der Prostata kann
medikamentös oder chirurgisch behandelt werden, die Entscheidung sollte
in jedem Fall individuell getroffen werden.
Die bösartige Veränderung
der Prostata (Prostatakarzinom, Prostatakrebs) ist mittlerweile die
häufigste Erkrankung und Todesursachen beim Mann in den Industriestaaten.
Die Vorsorgeuntersuchung sollte bei jedem Mann ab dem 45. Lebensjahr 1x
jährlich durch einen Urologen erfolgen. Dabei wird die Prostata über den
After (rektale Untersuchung) untersucht und der PSA Wert (Prostata
spezifisches Antigen) im Blut bestimmt.
Kommt in der engeren
Verwandtschaft (Großvater, Vater, Bruder, Onkel) ein Prostatakarzinom
auf, dann sollte die Vorsorgeuntersuchung bereits ab dem 40. Lebensjahr 1x
jährlich durchgeführt werden. Das Wichtigste in der erfolgreichen
Behandlung des Prostatakarzinoms ist die Früherkennung. Je früher man
die Erkrankung erkennt, desto eher kann eine Heilung erreicht werden.
